Selbstliebe

„Vernachlässige nie Dein eigenes Feld, um das eines anderen zu jäten“ (aus China)

Lange habe ich mich gefragt, wie das eigentlich geht ... das mit der Selbstliebe. Der Begriff ist inzwischen in aller Munde, aber oft wird er so interpretiert, als sei das etwas Egoistisches oder gar Narzisstisches. Damit wir uns selbst lieben können, müssen wir überhaupt eine Beziehung zu uns selbst haben. Und dafür sind genau dieselben Kriterien wichtig, die auch für eine Beziehung zu einem anderen Menschen wichtig sind: Selbstwahrnehmung, Selbstrespekt und Selbstfürsorge. Denn wer soll wissen, wer Du bist, was Deine Bedürfnisse und Grenzen sind, wenn nicht Du selbst?

selbstwahrnehmung

Wie wir uns fühlen und wahrnehmen, hängt von unseren Denkmustern und unserem Bewusstsein ab. Automatische Denkmuster erzeugen immer wieder dieselben Gefühle. Denken und Fühlen sind so miteinander verknüpft, dass sie sich ständig fort-setzende Kettenreaktionen hervorrufen, so lange bis wir uns der Denkmuster gewahr werden und sie bewusst verändern, falls sie uns nicht dienlich sind. Unsere Gefühle manifestieren sich durch körperliche Reaktionen. Bist Du also ständig verkrampft oder hast oft Schmerzen, frage Dich, ob Dir dein Lebensstil auf Dauer zuträglich ist. Frage Dich, welche Gedanken Dich aufbauen und welche Dich unter Druck setzen. Was erfüllt Dich? Was ärgert Dich? Wenn Du Dir diese Fragen beantworten kannst, dann ist das Selbst-wahrnehmung.

Selbstwahrnehmung ist unerlässlich, damit wir uns selbst lieben können
Wenn Du anfängst, Dich selbst wertzuschätzen, kehrt innerer Frieden ein.

Es bedarf etwas Übung, sich selbst realistisch wahrzunehmen und dabei wohlwollend zu bleiben. Oft nehmen wir uns nur dann wahr, wenn wir Fehler machen und verurteilen uns dafür. Wenn es Dir gelingt, die Fehler als Lernerfahrung zu betrachten, brauchst Du Dich dafür nicht zu verurteilen.


Selbstrespekt

Selbstwahrnehmung ist eine wichtige Grundlage für Selbstrespekt. Denn nur, wer sich selbst wahrnimmt, kann überhaupt respektvoll mit sich umgehen. Ich war als junger Mensch so im Außen orientiert, dass ich immer nur die anderen um mich herum wahrgenommen habe und versucht habe, sie zufrieden zu stellen, damit sie mich wohlwollend betrachten. Dabei habe ich mich selbst außer Acht gelassen und bin oft über meine Grenzen gegangen. Zum Selbstrespekt gehört jedoch, dass Du Deine eigenen geistigen, körperlichen und emotionalen Grenzen und Möglichkeiten berücksichtigst und Dir zum Beispiel auch Pausen gönnst, wenn diese notwendig sind. Pausen wirken stabilisierend und geben uns Zeit zu reflektieren und Dinge Revue passieren zu lassen. Oft meiden wir Entspannungsphasen, weil da auch mal Dinge hochkommen können. Vielleicht kennst Du Menschen, die immer krank werden, wenn sie zur Ruhe kommen. Starke, belastbare Menschen gönnen sich oft keine Ruhepausen und dann passiert genau das. Wenn wir uns selbst genauso ernst nehmen wie andere, dann berücksichtigen wir auch unsere eigenen Bedürfnisse und stellen sie nicht immer hinten an. Umgekehrt funktioniert es natürlich genauso. Beobachte mal die Menschen, die andere nicht ernst nehmen. Du wirst feststellen, dass sie mit sich selbst genauso umgehen.

Selbstfürsorge

Um uns selbst mit Respekt zu behandeln müssen wir Selbstfürsorge praktizieren. Das bedeutet, wert-schätzend und verantwortlich mit uns selbst und unseren Kräften umzugehen. Wir sind aufgerufen, unsere emotionalen, körperlichen und geistigen Bedürfnisse zu berücksichtigen und ihnen auch gerecht zu werden. So gut es uns eben möglich ist. Für den einen bedeutet es Nähe, Geborgenheit und Kontakt zu Gleichgesinnten zu suchen. Für den anderen ist es ein Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung und das Erlernen einer bestimmten Sprache. Jeder Bereich der Selbstfürsorge ist eine Kraftquelle, die uns stärkt und mit neuer Energie versorgt, wenn wir sie pflegen. Selbstfürsorge bedeutet auch, dass wir unsere Schattenseiten annehmen, die uns nicht so gut an uns gefallen. Selbstfürsorge kann auch sein, dass wir eine Arbeit oder eine Situation verlassen, die uns kaputt macht. Es geht hier nicht darum, nur duftende Schaumbäder zu nehmen, wenn wir etwas gestresst sind.

Selbstfürsorge ist für Hochsensible eine Herausforderung, weil sie die Bedürfnisse der Anderen spüren.
Selbstfürsorge bedeutet, mit sich selbst wertschätzend umzugehen.

Es geht darum, ganz und gar für sich selbst einzustehen, denn wenn Du es nicht tust, wer soll es dann tun? Oft sind wir nur sauer mit anderen Menschen, weil sie nicht bereit sind, das für uns zu tun, was wir eigentlich für uns selbst tun sollten.


Nimmst Du Deine Bedürfnisse wahr und berücksichtigst Du Sie in Deinem Alltag? Auch wenn Du Dir Zeit zum Malen nimmst, ist das ein Akt der Selbstfürsorge. Also nichts wie los …

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Ich freue mich auf Dich!