kunst und resilienz

Kreativität macht stark

 

"Letztlich sind wir fähig, sehr viel mehr auszuhalten, als wir uns vorstellen können." - Frida Kahlo -

 

Unter Resilienz versteht man die seelische Widerstandskraft eines Menschen. Man kann es auch als eine Art Immunsystem der Seele betrachten. Die Resilienzforschung belegt inzwischen, dass resiliente Menschen über bestimmte Eigenschaften bzw. eine bestimmte innere Haltung verfügen, die sie so stark macht, dass sie mit den Unwägbarkeiten des Lebens besser zurechtkommen. Beispiele gibt es viele. Ich habe Frida Kahlo ausgewählt, weil sie den Weg der Kunst gewählt hat, um mit ihrem sehr herausfordernden Schicksal klarzukommen, an dem manch anderer zerbrochen wäre.

Frida Kahlo war eine starke, leidenschaftliche Frau
Frida Kahlo nutzte ihre Kunst, um sich innerlich aufzurichten

Frida Kahlo ist eine mexikanische Malerin, die mit 6 Jahren an Kinderlähmung erkrankte und  dadurch bereits gehandicapt war. Mit 18 Jahren erlitt sie einen schweren Unfall, der sie für lange Perioden ihres Lebens ans Bett fesselte. Sie litt oft unter Schmerzen. Dazu kam noch ihre unglückliche Liebe zu dem Maler Diego Rivera, die ihr seelisch einiges abverlangte. Sie nutzte ihre Leidenschaft für das Malen, um sich immer wieder innerlich aufzurichten und hatte einen unglaublichen Willen, trotz allem weiterzumachen. In dieser Haltung sind schon einige Resilienzfaktoren enthalten, die sie intutitiv anwandte.

Wozu brauchen wir überhaupt resilienz?

Wie viel innere Stärke und Resilienz wir besitzen, zeigt sich erst, wenn wir mit Krisen, Problemen, chronischen Belastungen oder traumatischen Erlebnissen konfrontiert werden. Je besser Du Dich kennst und weißt, dass Du selbst bestimmen kannst, wie Du mit diesen Situationen umgehst, desto schneller kommst Du wieder auf die Beine. Bei Frida Kahlo war das nach ihrem Unfall im wahrsten Sinne des Wortes der Fall. Trotz schlechter Prognosen lernte sie wieder laufen.

A Road to Resilience - zehn schritte zu mehr resilienz

Die American Psychological Society empfiehlt ein 10-Schritte-Programm zum Aufbau von mehr Resilienz:

  • Soziale Kontakte aufbauen
  • Krisen nicht als unüberwindliches Problem betrachten
  • Akzeptanz, dass Veränderung zum Leben gehört
  • Sich Ziele setzen und sich auf sie zubewegen
  • Aktiv Entscheidungen treffen
  • Herausforderungen als Wachstumschancen betrachten
  • Ein positives Selbstbild aufbauen
  • Perspektive bewahren
  • Optimismus pflegen und entwickeln
  • Gut für sich selbst sorgen

An dem 10-Schritte-Programm erkennst Du, dass Resilienztraining nichts ist, was mit einem Kurs mit 10 Unterrichtseinheiten abgehakt ist. Es ist ein Weg, vielleicht sogar ein lebenslanger Übungsweg, den Du aber durchaus kreativ gestalten und vor allem selbst bestimmen kannst. Nutze alle Möglichkeiten, die Dir zur Verfügung stehen. Das Prinzip der Selbstwirksamkeit ist dabei der ausschlaggebende Faktor. Durch mentales Training schulst Du eine positive Erwartungshaltung und wirst Dir immer bewusster, dass Du ein gewünschtes Ergebnis durch Deine eigenen Fähigkeiten erreichen kannst.

 

Resilienz-Tipp: Die ALI-Methode

 

Wenn Dich etwas nervt oder Du mit einer unangenehmen Situation konfrontiert wirst, ist die ALI-Methode sehr hilfreich, um wieder runterzukommen.

 

A = Atmen

L = Lächeln

I = Inne halten

 

Einfach mal ausprobieren!

 

Und zum Schluss noch ein Buchtipp, wenn Du mehr über Frida Kahlo erfahren möchtest. Das Buch ist zwar als Jugendbuch eingestuft, aber es ist durchaus auch für Erwachsene interessant:

Die Farben meiner Seele: Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo
von Maren Gottschalk
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Originalausgabe (12. Juli 2010)
ISBN-10: 3407810601
ISBN-13: 978-3407810601

 

Hast Du Lust bekommen, selbst kreativ tätig zu werden?

Wenn Du gerne den geschützten Raum einer kleinen Gruppe kennenlernen und dabei auf kreative Weise Kraft tanken möchtest, dann mach doch einfach bei einem meiner Workshops mit: >>Termine / Programm

 

Ich freue mich auf Dich!