Die Kraft der Gedanken

Seit wann erzählst Du Dir immer wieder dieselbe Geschichte?

Wir befinden uns in einem ständigen Kreislauf aus Gedanken und Emotionen. Unsere Gedanken erzeugen unsere Emotionen. Diese wiederum erzeugen weitere Gedanken, die wieder zu Emotionen werden. Daraus entsteht unsere persönliche Realität. Haben wir ständig dieselben Emotionen, so werden diese zu einer Laune. Ertappt uns jemand ständig in dieser Laune, so heißt es irgendwann: „Die ist aber immer gereizt.“ Wenn wir nichts daran ändern, wird das zu unserer Identität. Vielleicht haben wir uns schon so an diesen Zustand gewöhnt, dass es uns gar nicht mehr auffällt, dass wir ständig genervt sind. Vielleicht denken wir auch: „Ich bin eben so, ich hab einfach keine Geduld.“

Wusstest Du, dass 90 % unserer Gedanken eine ständige Wiederholungsschleife sind? Das bedeutet, dass – wenn wir nicht bewusst einschreiten - wir jeden Tag dasselbe denken. Daraus resultieren täglich dieselben Emotionen, die uns dieselben Erfahrungen bescheren. Das wiederum bedeutet, dass wir täglich unsere Vergangenheit wiedererschaffen. Das nennt man Programmierung.

So entstehen emotionale Prägungen

Viele unserer unbewussten, emotionalen Prägungen stammen bereits aus unserer Kindheit. Kinder sind besonders empfänglich für Programmierungen. Dazu ein kleiner Exkurs zum Thema Gehirnwellen. Unser Gehirn wechselt ständig zwischen Beta-, Alpha-, Theta- und Deltawellen.

Wenn wir im Deltazustand sind, schlafen wir tief und erholsam. Im Thetazustand sind wir in tiefer Entspannung. Der Körper schläft, aber der Geist ist wach. Im Alphazustand sind wir, wenn wir die Augen schließen, nachdenken und Erlebtes konsolidieren. Dann ist die innere Welt wichtiger als die äußere. Im Betazustand sind wir die meiste Zeit des Tages. Wir hören zu, nehmen Informationen auf und sind im Austausch mit anderen. Dann ist die äußere Welt wichtiger als die innere. Wenn wir uns im oberen Betabereich bewegen, ist der Körper in Alarmzustand.

Als Erwachsener hast Du die Möglichkeit, die emotionalen Prägungen Deiner Kindheit aufzulösen.
Als Erwachsener hast Du die Wahl. Du kannst Dich entscheiden, neue Gedanken zu denken.

Wir schütten Adrenalin aus, die Sinne sind geschärft. Es droht Gefahr – oder zumindest glauben wir das. Mit anderen Worten: Wir sind im Stressmodus, was durch den Lebensstil in der westlichen Welt der Normalzustand ist.


Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren sind überwiegend im Deltabereich. D. h. sie schlafen meist. Im Alter von 3 bis 6 Jahren bewegen sie sich meist im Thetabereich, im Alter von 7 bis 13 Jahren im Alphabereich. Ab dem Alter von 14 Jahren beginnt das analytische Bewusstsein die Vorherrschaft zu übernehmen und wir bewegen uns überwiegend im Betabereich. Wenn wir also als Kleinkind eine extreme Erfahrung machen, so löst diese eine starke Emotion aus, die direkt ins Unterbewusstsein geht und im Körper abgespeichert wird. Der Körper ist wie eine Festplatte, die unsere Emotionen speichert. Dem Kleinkind fehlt noch die Kapazität, das Erlebte zu analysieren oder zu relativieren. Deshalb empfindet es manche Erlebnisse als Trauma, die für Erwachsene gar nicht so dramatisch sind.

Oft aktivieren Erfahrungen, die wir als Erwachsene machen, alte, unbewusste Programme aus der Kindheit. Sagen wir, du wurdest vor 20 Jahren verlassen oder von deinem besten Freund betrogen. Es war ein Ereignis, das intensive Emotionen ausgelöst und vielleicht sogar seinen Ursprung in der Kindheit hat. In diesem Moment machen wir eine Art inneren Schnappschuss, der als besonders starker Eindruck bestehen bleibt. Wenn wir nach 20 Jahren noch immer darunter leiden, bedeutet das, dass wir uns seit dem nicht verändert haben. Wir sind noch das, was wir vor 20 Jahren waren, nämlich das Opfer, und affirmieren es uns jeden Tag aufs Neue. Dazu kommt, dass nach so langer Zeit unsere Erinnerung nicht korrekt ist und das Ereignis vielleicht noch aufgebläht wird. Veränderung können wir herbeiführen, indem wir das Trauma loslassen und die negative Emotion dazu. Je nachdem wie wir denken und fühlen, strahlen wir die ganze Zeit eine bestimmte Frequenz aus. Je intensiver die Gedanken und Gefühle, desto größer ist das Feld. Bestimmt sind Dir schon Menschen begegnet, die mit ihrer gesamten Körpersprache und Haltung, ja ihrem ganzen Sein „Ich bin ein Opfer“ ausstrahlen, so als hätten sie es auf die Stirn tätowiert.

 

Vielleicht denkst Du jetzt: „Ich will mich ja ändern, aber mir passiert immer wieder derselbe Mist.“ Oder: „Schön und gut, aber bei mir klappt das nicht.“ Wir können keine Informationen aufnehmen, die über unseren aktuellen, emotionalen Stand hinausgehen. D. h. wenn jemand akut im Opferbewusstsein ist, ist er nicht empfänglich für Ratschläge oder Methoden, wie er da herauskommt. Es ist also wichtig, Dich zunächst emotional auf einen Stand zu bringen, der Dich empfänglich für positive Veränderung macht. Das erfordert zum einen, dass Du eine Entscheidung triffst und zum anderen, dass Du Dich darin übst, Deine Programmierungen zu verändern. Dabei kann Dir die Meditation behilflich sein.

Meditation verändert die Gehirnwellen

Sinn und Zweck der Meditation ist es, am analytischen Bewusstsein vorbei zum Unterbewusstsein zu gelangen und unsere Festplatte neu zu programmieren. Wenn es uns gelingt, loszulassen, verändern sich unsere Gehirnwellen von Beta nach Alpha. Wenn wir tief in einer Meditation sind, verändern sie sich von Alpha nach Theta. Es kehrt Ruhe ein im Kopf und wir schaffen Platz für Wandlung.

Durch regelmäßige Meditation wird die Gehirnaktivität kohärent. Dadurch ändern sich Gehirn und Körper. Wir fühlen uns als ob die Veränderung bereits geschehen ist. Dann gilt es zu entspannen. Die Erfahrung wird Dich finden und es wird eine NEUE Erfahrung sein.


„Klingt super“, denkst Du jetzt? „Ich meditiere ab sofort jeden Tag.“ Dann sitzt Du da und bist ganz zappelig oder es kommt so ein toller Film im Fernsehen und Du überlegst: „Ach, ich fang morgen an.“ Morgen will die beste Freundin vorbei kommen und eine Stimme flüstert Dir zu: „Fang übermorgen an.“ Das ist normal. Der Körper ist der Speicher unserer alten Prägungen. Wenn wir anfangen zu meditieren, rebelliert er oft. Wir können uns nicht konzentrieren, wir können nicht still sitzen. Das liegt daran, dass der Körper das gespeichert hat, was uns vertraut ist. Er will sich nicht ändern, er will nicht seine Identität verlieren. Veränderung ist zunächst wie ein emotionaler Entzug. An dieser Stelle ist es wichtig, nicht die Geduld mit sich zu verlieren. Und es gilt, eine klare Entscheidung zu treffen und den Körper neu zu trainieren.

 

Wenn Du neue Gedanken denkst, beginnst Du, neue Entscheidungen zu treffen. Dadurch entstehen neue Verhaltensweisen und dadurch neue Emotionen. Das Ganze ist ein Lernprozess. Wenn Du lernst, entstehen neue synaptische Verbindungen im Gehirn, die natürlich nur durch Wiederholung erhalten bleiben, also wenn Du übst.

Selbsterkenntnis ist Selbstermächtigung

Selbstermächtigung ist ein Übungsprozess. Meditation hilft Dir dabei.
Durch eine klare Intention und konsequentes Handeln und Üben ermächtigst Du Dich selbst.

Sagen wir also, Du hast Dich entschieden, neue Verhaltensweisen zu kultivieren und dadurch deine Emotionen zu verändern. Bei diesem Prozess können Dir die folgenden Fragen hilfreich sein:

Nehmen wir als Beispiel die Emotion „Selbstzweifel“.

Frage Dich:

Welche Gedanken liegen dieser Emotion zugrunde?


Beispiele könnten sein:

  • Kann ich das? Schaffe ich das?
  • Ich bin nicht gut genug
  • Die anderen sind besser als ich
  • Ich weiß nicht genug, ich kann nicht genug

Gedanken werden von Gefühlen gesteuert und produzieren mehr vom selben Erleben. Welche Verhaltensweisen bringt die negative Emotion hervor?

Beispiele könnten sein:

  • Aufschub: ich mache es später, ich muss erst noch dies oder jenes tun oder lernen
  • Sich einreden, dass es nicht so wichtig ist
  • Es sein lassen (das Risiko ist zu groß)
  • Ausreden: zu teuer, zu schwer, zu kompliziert, keine Zeit
  • Verantwortung abgeben
  • Andere um Rat fragen und es sich ausreden lassen
  • Ablenkung

Welche weiteren Emotionen hängen mit dieser Emotion (in unserem Beispiel Selbstzweifel) zusammen?

Beispiele könnten sein:

  • Unsicherheit
  • Wertlosigkeit
  • Ohnmacht
  • Wut
  • Fehlendes Selbstvertrauen

Was will ich stattdessen denken?

Beispiele:

  • All meine Projekte sind stets erfolgreich
  • Das Universum arbeitet stets zu meinen Gunsten
  • Ich kann mir Vertrauen
  • Ich darf mutig sein, denn ich weiß, was ich mir zutrauen kann
  • Ich schaffe immer, was ich mir vorgenommen habe
  • Das Universum überrascht mich stets auf positive Weise

Welche Schritte werde ich unternehmen, um dieses neue Verhalten zu festigen?

Beispiele:

  • Wenn ich eine Idee habe, die sich gut anfühlt, setze ich sie um, ohne zu zögern
  • Ich lasse meine Begeisterung in das Projekt fließen. Dadurch MUSS es erfolgreich werden
  • Ich lasse meine Energie in das Projekt fließen, nicht in die Angst.
  • Ich prüfe, ob meine Zweifel real sind oder aus der alten Programmierung stammen
  • Ich wage mich aus der Komfortzone
  • Feste Absicht. Ich entscheide mich für das Neue, anstatt es nur zu „versuchen“.

Mit welchen Emotionen möchte ich leben?

Beispiele:

  • Selbstvertrauen
  • Begeisterung
  • Liebe

Das Geheimnis des Erfolgs ist eine klare Intention kombiniert mit positiven, hoch schwingenden Emotionen. Deine alten Emotionen sind Aufzeichnungen aus Deiner Vergangenheit. Sei Dir bewusst, dass dort, wo Du Deine Aufmerksamkeit hinlenkst, Deine Energie hingeht. Nimm die Aufmerksamkeit weg vom alten Selbst und richte sie auf das neue. Eine klare Intention und hochschwingende Emotionen ergeben ein neues Sein.

Eine neue Persönlichkeit erschafft eine neue persönliche Realität. Das erfordert von uns, aus der Komfortzone herauszutreten. Wenn die alten Emotionen immer wieder anklopfen, dann kann das folgende Vorgehen hilfreich sein: Frage Dich: Was bringt mich dazu, immer wieder dieselben Entscheidungen zu treffen?

  • Beobachte Dein Verhalten
  • Triff eine Entscheidung, die größer ist als Dein altes Programm
  • Beobachte Deine Emotionen und frage Dich: Gehört das in meine Zukunft?
  • Wechsle die Perspektive. Stell Dir vor, Du schaust ein Video von Dir selbst an. Gefällt Dir, was Du siehst? Falls nicht, was möchtest Du stattdessen sehen?

Letzten Endes gilt es, eine Balance zwischen Intention und Loslassen zu finden und Dein Verhalten mit Deiner Intention in Einklang bringen.

Mit diesen und ähnlichen Themen beschäftigen wir uns beim Resilienztraining.

Hast Du Lust, mit dabei zu sein? Dann nimm gerne Kontakt auf.

Hast Du Lust bekommen, selbst kreativ tätig zu werden?

Wenn Du gerne den geschützten Raum einer kleinen Gruppe kennenlernen und dabei auf kreative Weise Kraft tanken möchtest, dann mach doch einfach bei einem meiner Workshops mit: >>Termine / Programm

 

Ich freue mich auf Dich!