Das All-Better-Bild

Bring deine kraftquelle zum sprudeln

Unser Innenleben spielt sich zu einem großen Teil in Bildern ab, für die wir erst Worte finden müssen, wenn wir sie mit jemandem besprechen wollen. Sogar wenn wir sie uns selbst bewusster machen wollen, müssen wir für uns selbst eine verbale „Übersetzung“ finden. Wir haben jedoch auch die Möglichkeit, diese inneren Bilder zu malen.

Schritt 1 - Wo liegt das Problem?

Hast Du eine Befürchtung, wie sich eine Situation entwickeln könnte oder einen problematischen Sachverhalt, den Du gerne ändern würdest? Das kann auch unbewusst ablaufen, wirkt sich dann aber trotzdem auf unser Gefühlsleben und unser Handeln aus. Beim All-Better-Bild malst Du im ersten Schritt ein Bild der derzeitigen Situation, wie sie sich Dir darstellt. Du kannst sie konkret zeichnen, ganz abstrakt malen oder mit Symbolen darstellen. Eine weitere Option ist, eine Collage anzufertigen. Wähle die Methode, die Dir am meisten liegt, aber geh spontan vor, ohne zu viel zu überlegen. Vertraue Deinem Gefühl. Das, was sich zuerst auf dem Papier zeigt ist richtig. Jemand anderes würde eine ähnliche Situation vielleicht ganz anders darstellen, aber es geht hier um DEIN Empfinden.

 

Hier ein Beispiel: Marta Müller arbeitet als Grafik-designerin in einem kleinen Unternehmen. Sie teilt sich ihr Büro mit einer Kollegin. Eigentlich arbeitet sie gerne dort und mag die Kollegin auch, aber diese wälzt öfter Aufgaben an Marta ab, die sie selbst nicht gerne erledigt. Außerdem reicht sie immer ihren Urlaub ein, ohne sich vorher mit Marta abzusprechen, so dass Marta sich in ihrer Urlaubsplanung eingeschränkt fühlt.

 

Martas Situation könnte sich für sie so darstellen:

Abgrenzungsprobleme lassen sich durch Malen gut bearbeiten
Problembild zu dem Beispiel von Marta

 

Schritt 2 - Wie könnte die Lösung aussehen?

Wenn Dein Bild fertig ist, nimm Dir Zeit es zu betrachten. Was müsste sich verändern, damit sich die Situation für Dich zum Guten wendet? Oft kommen hier spontane Erkenntnisse, die uns beim bloßen Nachdenken verwehrt geblieben wären.

 

Im zweiten Schritt malst Du ein Bild mit der gelösten Situation, so wie sie sich für Dich stimmig anfühlt. Nimm Dir Zeit und gestalte es, so schön Du kannst. Wenn Du magst, kannst Du es eine Weile als Erinnerung aufhängen.

 

Um bei dem genannten Beispiel zu bleiben: Für Marta könnte die Lösung so aussehen, dass sie gegenüber ihrer Kollegin bessere Grenzen setzt und eine Aussprache sucht.

 

So könnte sie die Situation lösen wollen:

Dein Lösungsbild hilft Dir Handlungsmuster zu verändern
Lösungsbild zum Beispiel von Marta

Im dritten Schritt kannst Du dann überlegen, welche Ressourcen erforderlich wären, um zu dieser Lösung zu kommen. Wenn Du magst, male ein drittes Bild, auf dem Du die Ressourcen darstellst. In Martas Fall wäre ihre Ressource die direkte Aussprache. Wichtig ist aber, dass Du Dir selbst treu bleibst. Ein anderer würde die Situation vielleicht ganz anders lösen. Aber darauf kommt es nicht an. Manchmal lässt sich eine Lösung vielleicht nicht unmittelbar herbeiführen. Dann häng Dir Dein Lösungsbild auf jeden Fall als Motivator an einer Stelle an die Wand, an der Du regelmäßig vorbei kommst. Der Malprozess hilft Dir, zu erkennen, dass Du die Lösung für Deine Herausforderungen längst in Dir trägst. Oft ist unsere Kraftquelle durch negative Glaubenssätze oder eingefahrene Muster verschüttet. Das Malen hilft Dir, sie wieder freizulegen.

 

Probiere doch einfach aus, wie diese Methode für Dich funktioniert. Wenn Du gerne Unterstützung möchtest, kommt vielleicht auch ein Maleinzelcoaching in Frage. Nimm gerne Kontakt auf.

 

Vielleicht hast Du auch Lust, am Samstag, den 10. März 2018 von 14.00 bis 16.30 Uhr an dem Schnupperworkshop Malen als Kraftquelle im Zentrum für Körper und Seele Bad Kreuznach in der Schumannstrasse 10, 55543 Bad Kreuznach teilzunehmen.

 

Zum Schluss noch ein Buchtipp: Diese Übung stammt aus dem Buch "Selbsterfahrung durch Malen und Gestalten" von Martin Schuster und Hildegard Ameln-Haffke und ist im Verlag Hogrefe erschienen.