7 Schlüssel zu mehr innerer Stärke und Resilienz

Wer in sich ruht und mit sich im Reinen ist, lässt sich nicht so leicht aus der Bahn werfen. Das klingt super, ist aber gar nicht immer so einfach. Im Alltag wird erwartet, dass wir „funktionieren“ und wir sind einer ständigen Flut von Informationen ausgesetzt, die wir nur schwer filtern können. Die meiste Zeit befinden wir uns im Stressmodus, was kein Organismus auf Dauer verkraften kann. Deshalb ist es wichtig, eine gute Verbindung zu uns selbst zu haben, so dass wir selbst entscheiden können, was wir an uns heranlassen wollen und was nicht.


Nachfolgend findest Du 7 wichtige Schlüssel, die Dir helfen, mehr Resilienz aufzubauen und so besser das Ruder Deines Lebens in die Hand zu nehmen. Zu jedem Schlüssel bekommst Du eine kleine Übung zum Ausprobieren mit.

Nur wenn Du innerlich ruhig bist, kannst Du klare Entscheidungen treffen.
Nur in ruhigem Gewässer kannst Du Dein Spiegelbild klar erkennen.

Wenn wir mehr innere Ruhe haben, kann sich auch unsere Kreativität besser entfalten. Folge den kreativen Impulsen und lass Deiner Kreativität freien Lauf.


1. Den eigenen Körper umarmen und lieben lernen

Die meisten Menschen sind immer noch besonders selbstkritisch, was den eigenen Körper betrifft. Nach wie vor wird uns durch die Werbung vorgegaukelt, nur schlanke Frauen sind schön und nur sportliche, musku-löse Männer sind attraktiv. Es wird uns nicht bei-gebracht, unseren Körper zu ehren, so wie er ist. Dies gilt insbesondere, wenn unser Körper von einem „Makel“ befallen ist, sei es Übergewicht oder z. B. eine Haut-erkrankung, sind wir die ersten, die ihn verurteilen und warten insgeheim schon darauf, dass unsere Mitmenschen dies ebenfalls tun. Wir fühlen uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht wohl in unserer Haut. Schon Kinder und Jugendliche haben oft ein verzerrtes Selbstbild von ihrem Körper, fühlen sich zu dick, obwohl sie normalgewichtig sind. Dieses Bild wird von unseren Medien noch bestätigt und das Resultat ist ein geschwächtes Selbstvertrauen, das sich durch „Symptome“ wie Übergewicht oder Hauterkrankungen weiter verschlechtert. Oft basiert dieses Selbstbild dann auf reiner Außenorientierung. Nur was andere an uns gut finden, können wir gut finden. Das führt oft sogar so weit, dass wir die Liebe eines Menschen nicht annehmen können, weil wir uns selbst nicht annehmen können.
Auch wenn wir unseren Körper verändern wollen, kommen wir nicht umhin, ihn erst einmal so anzunehmen, wie er ist. Erst wenn wir ihn als etwas Kostbares, Liebenswertes anerkennen, kann er sich mit Hilfe unserer Zuwendung positiv verändern. Wenn Du Deinen Körper, so wie er jetzt gerade ist, als unakzeptabel oder nicht liebenswert betrachtest, wird es Dir schwer fallen, ihm etwas Gutes zu tun. Wir wissen selbst, dass Radikalkuren jeglicher Art in der Regel nicht funktionieren.

Wenn wir ein Bild von unserem Körper malen, nehmen wir mit uns Kontakt auf.
Male ein Körperbild

Ein erster kleiner Schritt: Übe Dich darin, anzunehmen, was ist. Jeden Morgen eine liebevolle Selbstumarmung. Ohne Bewertung! Gehe so mit Deinem Körper um, wie Du Dir wünschst, dass andere mit ihm umgehen.

 

Kreativimpuls: Male ein Körperbild
Hier hast Du zwei Möglichkeiten:

Entweder Du nimmst ein großes Stück Packpapier, legst Dich auf das Papier auf den Boden und bittest jemanden, Deinen Umriss mit Kreide abzuzeichnen. Dann malst Du Deinen Umriss aus und gestaltest das Bild aus.
Die zweite Möglichkeit ist, das Bild völlig aus dem Bauch heraus zu malen. Du schließt die Augen und zeichnest Deinen Körper nach Gefühl auf ein Blatt. Das kann auch sehr abstrakt ausfallen. Dann male den Körper aus und gestalte Dein Bild.

 


2. Vergleiche mit anderen loslassen

Wir sind alle Individuen mit einem einmaligen Lebensweg sowie einzigartigen Eigenschaften und Talenten. Deshalb ist es müßig, sich mit anderen zu vergleichen und in ihre Fußstapfen treten zu wollen. Selbst wenn Du genau denselben Schritten folgst, die ein anderer gegangen ist, wirst Du nie zum selben Ergebnis kommen, weil Du Deine ganz eigene Energie in die Sache einbringst.


Also warum haben wir das Bedürfnis, uns mit anderen zu vergleichen? Wir bewundern an anderen, was wir selbst gerne können würden. Genauso bewundern wir die Eigenschaften, die wir selbst haben, aber nicht in uns selbst erkennen oder (noch) nicht leben.

Ein kleiner erster Schritt: Wen bewunderst du? Was bewunderst du an ihm/ihr? Ist es etwas, das Du vielleicht selbst in Dir trägst? Und was daran ist in Dir einzigartig und nicht mit anderen vergleichbar?

Lass Dich von Deinem Lieblingsmaler inspirieren. Inspiriert durch Monet.
Brücke am See - inspiriert durch Monet


Kreativimpuls: Den eigenen Stempel aufdrücken

Verwende ein Bild eines Malers/einer Malerin, den/die Du bewunderst als Vorlage. Kopiere das Motiv, aber mache etwas anders als in der Vorlage. Z. B. verwende andere Farben, füge etwas hinzu oder lasse etwas weg. Also nimm das Werk eines anderen und mache Dein eigenes daraus.


3. Entwickle eine neue Vision von Dir

„Sei doch nicht so überempfindlich“ oder „Du darfst nicht so schüchtern sein, sonst kommst Du nie zu etwas“. Kommen Dir solche Sätze bekannt vor? Ein negatives Selbstbild entsteht dadurch, dass wir Kritik von außen verinnerlichen und daraus schließen, dass mit uns etwas nicht in Ordnung ist. Wir übernehmen die Glaubenssätze aus unserem Umfeld als unsere eigenen. Je feinfühliger ein Mensch ist, desto stärker die Prägung. Da wir dieses Bild von uns schon so lange in uns tragen, kommen wir zunächst nicht auf die Idee, es zu hinterfragen. Wir denken vielleicht sogar: „Ich bin eben so. Dann kann ich nichts machen.“ Falsch gedacht.

Ein kleiner erster Schritt: Frage Dich: Ist das überhaupt wahr, was ich von mir denke? Welche Beweise gibt es dafür? Könnte vielleicht sogar das Gegenteil wahr sein? Wie verändert sich mein Selbstbild, wenn das, was ich von mir glaube, gar nicht stimmt?

 

Kreativimpuls: Glücksmoment

Male Dein neues Ich, eine Wohlfühlversion von Dir. Erinnere Dich an eine Situation, in der Du glücklich warst. Wie hast Du Dich gefühlt? Male dieses Gefühl. Welche Farbe hat es, welche Form? Das Bild kann ruhig sehr abstrakt werden. Es geht lediglich darum, die Stimmung zu erfassen.

Male Dein neues Ich.
Wie sieht Dein neues Ich aus?

4. Schütze Deine Grenzen

 

Wie wichtig ist es Dir, was andere von Dir denken? Oft nehmen wir unangenehme Gefühle und Überforderung in Kauf, weil wir niemanden vor den Kopf stoßen wollen. Eigentlich wollten wir gar nicht zu der Geburtstagsfeier mit den vielen Menschen, aber wir gehen trotzdem, damit der Gastgeber nicht sauer ist. Wenn wir nach Hause kommen sind wir ausgelaugt und schlecht gelaunt. Mit genug Eigenwahrnehmung und Selbstwertschätzung, stellen wir fest, dass wir uns selbst vor den Kopf stoßen, wenn wir unsere eigenen Grenzen nicht respektieren. Beginnen wir, uns liebevoll abzugrenzen, nachdem wir dies jahrelang nicht getan haben, kommt das eventuell erst mal nicht gut an. Wir rütteln an einem System, das jahrelang ein Selbstläufer und für die anderen Beteiligten sehr bequem war. Deshalb stoßen wir vielleicht erst einmal auf Unmut. Sei Dir bewusst, dass nur Du selbst Deine Grenzen schützen kannst. Niemand sonst wird den Job für Dich übernehmen. Du kannst nur für andere da sein, wenn Du gut für Dich sorgst. Viele, besonders sensible Menschen, ziehen erst die Reißleine, wenn sie schon mitten in der Überforderung sind. Wenn Du spürst, dass es Dir zu viel wird, sag rechtzeitig Nein. Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu Dir selbst.

Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu Dir.
Wozu willst Du Ja sagen?

Ein erster kleiner Schritt: Übe Dich darin, Nein zu sagen. Das mag zunächst unangenehm sein. Fang mit kleinen Dingen an. Beispiel: Du machst gerade Mittagspause und ein Kollege möchte etwas von Dir. Anstatt die Pause zu unterbrechen, sag: „Lass uns das nach der Pause besprechen.“ Fang mit einem Lebensbereich an und nimm nach und nach andere dazu.

 

Kreativimpuls: Dein neues Ja
Nimm dir ein dickes Papier zur Hand (z. B. Aquarell-papier) und schreibe mit einem Fineliner alles auf das Blatt, wozu Du Nein sagen willst. Dann übermale das Geschriebene mit Gesso und lasse es trocknen. Im nächsten Schritt malst Du ein Bild von etwas, zu dem Du ab jetzt Ja sagen möchtest.


5. Bye-Bye Leistungsdruck

Besonders feinfühlige Menschen sind oft perfektionis-tisch, was ihre eigene Leistung betrifft und neigen zur Selbstkritik. Manchmal neigen sie dazu, sich im Detail zu verzetteln. Das kann dazu führen, dass sich unsere Projekte in einer Endlosschleife verlieren und wir nie etwas zu Ende bringen, weil wir immer denken, dass der letzte Schliff noch fehlt.
Erlaube dir, Fehler zu machen und dir diese zu verzeihen. Gestehe das auch deinem Partner, deinen Kindern, Freunden und Verwandten zu. Nimm es mit Humor, wenn etwas schief geht. Das nimmt unheimlich viel Druck aus der Situation und schützt dich vor überzogenen Erwartungen.

Ein erster kleiner Schritt: Wenn dir ein Fehler unterläuft, versuche die humorvolle Seite zu sehen. Vielleicht hast du sogar Lust, einen Comic daraus zu zeichnen.

Blindes Konturenzeichnen macht lockerer.
Beim blinden Konturenzeichnen lernst Du zu loszulassen.

Kreativimpuls: Blindes Konturenzeichnen

Nimm dir ein Foto als Vorlage oder zeichne ein Selbstporträt indem du dich im Spiegel anschaust. Schaue dabei in erster Linie auf die Vorlage bzw. auf dein Gesicht im Spiegel. Es geht darum, locker zu werden und sich von der Vorlage zu lösen.


6. Höre auf Dein Bauchgefühl

Lerne, Deiner Intuition zu vertrauen. Wir alle haben diese innere Stimme, die uns Impulse, Bilder und Ideen schickt. Oft hören wir sie auch, ignorieren sie aber, weil der Verstand etwas anderes sagt. Sicher ist es Dir auch schon so ergangen, dass Du dem Weg der Vernunft gefolgt bist, nur um nachher festzustellen, dass sie Dich in eine Sackgasse geführt hat. Die Stimme der Vernunft will Sicherheit und sie will, dass Du in Deiner Komfortzone bleibst. Die Intuition führt Dich aus Deiner Komfortzone heraus. Das erfordert Mut, aber es bringt Dir auch Erfüllung und Befriedigung, mehr innere Freiheit und Selbstbestimmung.

Ein erster kleiner Schritt: Folge einem spontanen Impuls und finde heraus, was passiert. Vielleicht blätterst Du durch die Kleinanzeigen einer Zeitschrift und ein Angebot spricht Dich an. Probiere es aus und schau, was sich daraus entwickelt. Je öfter Du Deinen Impulsen folgst, desto vertrauter wirst Du mit Deiner Stimme der Intuition.

Freies Malen bringt Dich in den Fluss.
Male frei aus dem Bauch heraus.

Kreativimpuls: Freies Malen

Wähle drei Farben aus, die Dich spontan ansprechen und beginne einfach darauf los zu malen, ohne Vorstellung, was aus dem Bild werden soll. Folge den inneren Impulsen, ohne sie zu hinterfragen. Dazu kannst Du gerne Deine Lieblingsmusik auflegen.


7. Bringe Deine weiblichen und männlichen Qualitäten in Balance

Feminine Qualitäten sind: im Fluss sein, Intuition, weich, rund, spontan, flüssig, Inspiration, Kommunikation, füllig

 

Maskuline Qualitäten sind: Struktur, Planung, direkt, zielstrebig, eckig, verbindlich, spartanisch, kontrolliert

Ein erster kleiner Schritt:
Lebst Du mehr Deine feminine oder Deine maskuline Seite? Das hat nichts damit zu tun, ob Du männlich oder weiblich bist.

 

Gehst Du z. B. sehr strukturiert vor und planst viel? Oder bist Du eher spontan und es ist Dir zu wider, Dich festzulegen?

 

Beides ist in Ordnung, aber wenn Du eher ein Planer bist, nimm Dir einen Nachmittag frei und geh ganz spontan Deinen Impulsen nach. Tu nur das, worauf Du gerade Lust hast und spüre nach, wie sich das anfühlt.


Wenn Du Dich nicht gerne festlegst, dann plane doch mal eine Verabredung mit Dir selbst. Z. B. für die nächsten vier Wochen nimmst Du Dir jeden Samstag-nachmittag zwei Stunden Zeit für etwas, wovon Du glaubst, dass Du dafür keine Zeit hast. Sei es Schwimmen gehen, malen, in die Sauna gehen, zur Kosmetikerin …

 

Wie fühlt sich das an? Gibt es Dir Halt? Wie fühlt es sich an, Dir selbst gegenüber verbindlich zu sein?

Experimentiere mit Formen und Mustern.
Variiere Dein Tun - All das kann aus einem Kreis entstehen

Kreativimpuls: Strukturen und Muster

Nimm Dir ein großes Blatt Papier und ein paar Buntstifte und teile das Blatt in 6 gleich große Felder ein. In jedes Feld malst Du in der Mitte ein Kreis. Gestalte jedes der Felder unterschiedlich mit verschiedenen Formen, Farben, Strichen, Schattierungen.

Lass die Farben ineinander fließen.
Going with the flow

Kreativimpuls: Going with the flow
Gestalte ein spontanes Bild ohne Vorgaben und ver-wende z. B. die Nass-in-Nass-Technik (Aquarell) oder Tusche. Lass die Farben ineinander fließen und versuche nicht, den Fluss zu kontrollieren. Lass es einfach geschehen.


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